Donnerstag, 18. März 2021

Hakuna Matata - Lockdown in Afrika

Mal wieder Mensch sein. Das ist momentan nur in wenigen Ländern möglich. Tansania ist eines davon, da gibt es Fussball mit Zuschauern, offene Kneipen und das Reisen ist problemlos möglich. Mensch sein halt.


Qatar Airways hat für die Strecke momentan fast das Monopol und wollte für die Strecke etwas über CHF 800.- (KLM, Ethopian und Turkish wäre auch möglich, jedoch mit PCR Tests oder sonstigen Einschränkungen, inzwischen leider auch bei Qatar nur mit PCR). Damals aber noch ohne jegliche Einschränkungen, einzig die Maske musste bis zur Ankunft am Kilimanjaro Airport zwischen Arusha und Moshi getragen werden. Ab da war dann bis auf Sansibar maskenfreie Zone.


Die ersten 10 Tage war dann nichts mit Fussball. Geplant war eh Safari und Wandern im Norden, wenn jetzt grad ein Spiel da in der Nähe gewesen wäre, dann hätten wir das sicher mitgenommen, aber Priorität hatte Land und Leute, war ich und auch Michi doch noch nie in Schwarzafrika. So starteten wir nach einem Akklimatisierung-Tag in Arusha mit einer 4 tägigen Safari durch die 3 Nationalpärke Serengeti, Ngorongoro und Tarangire. Mit 800 US Dollar für die 4 Tage war man dabei (inkl. allen Transfers, Gebühren, Verpflegung und Übernachtung, dabei machen allerdings die Parkgebühren fast die Hälfte aus). Wir teilten dann den Jeep mit 4 weiteren Touri’s (2 Deutsche und ein russisches Pärchen) und dem Guide sowie dem Koch. Geschlafen wurde in Zeltern resp. in einfachen Unterkünften. Nachts kam immer mal wieder Besuch von Wildschweinen, Hyänen oder einer Giraffen-Familie (die Unterkünfte waren nicht eingezäunt). Bei einer Übernachtungen wurden wir gar durch Löwengebrüll in den Schlaf begleitet. Alles sehr eindrücklich und landschaftlich ist insbesondere der Ngorongoro Krater ein Traum. Da schliefen wir  auf dem Krater Rand auf 2300 m Höhe in Zeltern mit Sicht über den gesamten Krater. Und wenn du dann morgen früh während dem Sonnenaufgang vom Rand in den Krater rein fährst und eine unfassbar schöne Seen-Landschaft mit hunderten von Tieren sich vor dir breitmacht, ja dann ist das schon ein unglaublich schöner Moment, der sich durch die momentan Pandemie und den Einschränkungen in Europa natürlich noch viel intensiver und eindrücklicher anfühlt als sonst. Der Serengeti Park war von den Tieren her unbeschreiblich, wir hatten das Glück das wir ca. 10 km durch die grosse Migration (wenn die grossen Tierherden das Gebiet wechseln, je nach Jahreszeit) inmitten tausender Tiere fahren konnten, Zebra’s, Gazellen, Gnu’s etc. so weit das Auge reicht und mittendrin 2 Geparden auf erfolgloser Zebra-Jagd. Auch abseits der grossen Migration konnten wir dutzende Löwen, Elefanten, Giraffen, Büffel, Nilpferde, Nashörner etc. beobachten, nur der Leopard wollte sich nicht zeigen von den Big 5. Vor diesem ist aber in Acht zu nehmen, das einzige lokale Tier wovor sogar die Massai Angst haben ist nämlich der Leopard. Alle anderen jagen nur falls sie Hunger haben oder gestört werden und da es in den Nationalparks genügend Nahrung für alle hat, werden Menschen eigentlich in Ruhe gelassen. Einzig die Leoparden jagen quasi auf Vorrat um die Beute dann nach Lust und Laune zu verschlingen. Ein Restrisiko draussen in der Wildnis besteht natürlich immer, so wurden wir unter anderem instruiert in der Nacht das Zelt oder die Unterkunft nie ohne Taschenlampe zu verlassen, da das Licht die Tiere erschreckt und vertreibt. 

Die erste und die 2. Nacht schliefen wir in den Nationalpärken, die 3. Nacht in einer kleinen Lodge in Mto Wa Mbu, einem kleinem Dorf in der Nähe des Tarangire Nationalparks. Da fand sogar noch ein Fussball-Spiel statt (unterklassiges Freundschaftsspiel) und anschl. ging es noch in die Kneipe / Disco. Bei 50 Rp. für ein Bier und keine CHF 1.50 für eine Flasche Konyagi (einheimisches Teufelszeugs) liessen wir es uns gut gehen und kamen mit einigen einheimischen ins Gespräch. Der Höhepunkt war dann aber der Nachhauseweg also wir unter anderem die restliche Flasche Konyagi mit dem Massai-Nachtwächter (in traditionellem Gewand) vor unserer Unterkunft leerten (natürlich Corona-konform aus der gleichen Flasche ;-)).












  



Zurück in Arusha ging es mit dem Rumpelbus weiter in die Usambara Berge nach Lushoto, einer entspannten Kleinstadt auf 1400 m. Für umgerechnet knapp 2.50 CHF gab es einen Sitzplatz für die 8 stündige eindrucksvolle Fahrt (etwas holprig und heiss, aber ganz ok). Auf Empfehlung von anderen Reisenden buchten wir einen Guide für eine 3 tägige Wanderung durch die hügelige, knallgrüne Landschaft. Für 40 Dollar pro Person / Tag inkl. Unterkunft, Verpflegung und dem Guide. Der Trip war dann auch jeden Rappen wert, landschaftlich unfassbar schön und wahnsinnig eindrücklich wie die Leute da auf dem Land leben. Geschlafen wurde einmal in einem Kloster und einmal in einer absolut geilen Unterkunft mit Sicht ganz hinunter ins Tal. Gegessen wurde jeweils unterwegs bei einheimischen Familien ganz einfach, aber super lecker. Allgemein haben wir in Tansania unglaublich gut gegessen. Meist gibt es zwar recht einfache Gerichte mit Reis, Kartoffeln, Gemüse und Fleisch, aber einfach unfassbar gut geschmeckt hat alles. Sogar die regionale Spezialität Pommes mit Ei überbacken hat ausgezeichnet gemundet (und kostete für 3 Personen inkl. Getränke keine 2 CHF für alle zusammen). Am ersten Abend ging es dann noch in ein lokales Pub für die Live-Übertragung eines Simba (einer der 2 grossen Vereine Tansania’s) Spiel’s. Als wir bei Eintritt einen kurzen Simba Schlachtruf von uns gaben waren wir sofort willkommen und eine Art lokales Cider wurde uns gereicht und auch sonst testeten wir uns durch die lokalen Biersorten. Nach der 3 tägigen Wanderung durch die Berge zurück in Lushoto angekommen, sollte es wieder auf in das Nachtleben gehen. Und auch hier wieder richtig geil, in der dunklen Keller-Disco waren wir natürlich wieder die einzigen Weissen, aber alle sehr offen und entspannt. Lushoto kann ich wärmstens empfehlen, richtig schönes ursprüngliches Städtchen mit angenehmen Bewohnern und in atemberaubender Landschaft / Umgebung gelegen. Hier scheint das Leben noch stehen geblieben und viele (westliche) Probleme scheinen meilenweit weg zu sein. Während der Wanderung kamen wir gar noch an einem Fussballspiel (die lokalen Senioren gegen die 1. Mannschaft, welche bereits in der Halbzeit haushoch führte, natürlich dank dem enthusiastischem Coach der uns begeistert mitteilte das er sein Team mit der gleichen Taktik wie Jürgen Klopp's Liverpool aufs Feld stellte und uns anschl. fragte ob wir sein Team sponsoren möchten) und einem Wahnsinns-Natur-Ground vorbei (hier einmal ein Spiel zu sehen, quasi ein Usambara Berge Derby, das wärs :-)), aber schaut euch die Bilder selber an.   




















Nach der Partynacht war das Aufstehen für die frühe Abfahrt auch schon angenehmer (grundsätzlich fahren die meisten Fernbusse in Tansania frühmorgens ab, Nachtfahrten sind verboten), aber das nächste Ziel war das langersehnte Bad im indischen Ozean da steht man doch gerne früh auf. Bagamoyo war mit Umstieg in etwa 9 Busstunden zu erreichen. Das kleine Fischerstädtchen mit ganz schönen Strand liegt ca. 100 km nördlich von Daressalam. Allzu viel zu sehen neben dem Fischerhafen und dem Strand gibt es dann aber nicht, für einen kleinen Zwischenstopp lohnt es aber allemal. So trafen wir dann auch auf Bock der eine Woche später angereist war und fortan mit uns unterwegs war.


Simba SC - Al Ahly 23.2.21, 1-0, Afrikanische Champions-League, ca. 35000 Zuschauer


Natürlich sollte der Länderpunkt Tansania (die 2 Spiele bei der Safari und bei der Wanderung zähle ich mal nicht) noch fallen. Ursprünglich war mal das Derby zwischen Simba und Young Africans geplant (war mal auf mitte Februar angesetzt), aber wie zu erwarten wurde dieses noch verschoben. Mit dem Champions-League Heimspiel gegen Al Ahly aus Ägypten quasi als Ersatz haben wir dann aber nicht allzu viel falsch gemacht. Zuschauer offiziell waren 30’000 (ca. 50% der Kapazität) zugelassen (in der heimischen Liga gibts es gar keine Zuschauerbeschränkungen, in der Champions-League jedoch schon). Schlussendlich waren dann wohl etwas mehr im Stadion, aber alles noch im afrikanischen Rahmen. Ein paar Gäste aus Ägypten (ca. 60) waren dann auch vor Ort, darunter auch einige Ultras, jedoch ohne nennenswerten Support. Auf Heimseite natürlich ein riesiges Gewusel, überall etwas Tanz und Gesang, aber nicht gross koordiniert, was ich aber auch nicht erwartete. Laut war es immer und der Torjubel zum überraschenden 1-0 (war dann auch das Endergebnis) war einfach nur abartig geil. Minutenlang war der Mob am toben und gar einzelne Freudenfeuer wurden gezündet. Der totale Krieg (so von der offiziellen Seite im Vorfeld überall verkündet) wurde also gewonnen und die Party konnte anschl. auf den Strassen weitergehen.








Nach dem kurzen Aufenthalt in Daressalam wollten wir uns noch etwas ausruhen auf Sansibar bevor es wieder zurück ins Corona-Europa gehen sollte. Wie erwartet war auf Sansibar ziemlich viel los und alles recht voll mit Russen und Osteuropäern (ganz im Gegensatz zum Festland wo wir ausserhalb der Safari kaum Touristen zu sehen bekamen). Also begnügten wir uns die paar Tage mit dem Meer, dem Bier und einem Fussballspiel der Zanzibar Premier League zwischen Kipanga und JKU im Mao Stadium


Die Insel selber fand ich ok, halt ein typisches Pauschalreisen Ziel mit all seinen Randerscheinungen (3, 4 mal höhere Preise als auf dem Festland, Beach-Boys die nur auf das Geld der Touri’s aus sind und teils wirklich nervige Pauschalurlauber). Die Strände sind aber schon sehr schön und die Altstadt Stonetown in Zanzibar City kann man sich für einige Stunden mal ansehen.


Das Festland hingegen konnte in allen Belangen begeistern und kann ich nur empfehlen. Wird sicherlich nicht mein letztes mal da gewesen sein, das nächste mal gerne verbunden mit einer längeren Tour inkl. den benachbarten Ländern.


Donnerstag, 5. November 2020

Amateurfussball


Normalerweise berichte ich ja nicht von Spielen in der Schweiz, dem Vorarlberg oder aus Süddeutschland, aber in Corona Zeiten kann man ja mal eine Ausnahme machen:


Gezwungenermassen geht es momentan nur zu unterklassigen Spielen. Auf Spiele mit Maske, Zuschauerbegrenzungen, Sicherheitsabstand, reinen Sitzplätzen und ohne Bier, da zieht es mich nicht hin, tutti o nessuno! Allgemein hab ich mich in letzter Zeit ziemlich von NLA, Bundesliga oder Serie A Fussball entfremdet (aus diversen Gründen) und der Corona Virus hat diese Entwicklung bei mir noch beschleunigt. In den unteren Ligen, da ist die Fussball-Welt noch in Ordnung. Günstiges Bier, schöne Stadien, kleine (aber teils feine) Fanszenen, kaum Bullen und einfach nur ehrlicher purer Fussball ohne die ganzen kommerziellen Nebenerscheinungen des modernen Fussballs. 


SC Kriens - FC Aarau, 8.7.2020, NLB, 1000 Zuschauer

Spiel 1 nach dem Corona-Lockdown. Die kleine Krienser Fanszene im Boykott (mit Spruchband gegen Kommerz in Liga und Verein). Aus Aarau nur vereinzelt Leute anwesend (obwohl es normal Tickets gegeben hätte). Begeistern konnte das Spiel trotzdem. Kriens aufgrund Verletzungen und Sperren nur mit 2 Feldspielern auf der Ersatzbank startete furios ins Spiel und war schnell klar vorne. Souverän konnte das Spiel dann für sich entscheiden und die letzten paar Minuten wurde es dann teils noch recht laut als die Haupttribüne unter der Führung der Alten Garde Ihre Mannschaft feierte. Gelungener Ausflug und nach den Spielen in Südostasien das erste Fussballspiel seit März. Vor dem Spiel war ich noch auf dem Pilatus (Hausberg von Luzern / Kriens) inkl. Wanderung nach Kriens und anschl. Abkühlung im Freibad direkt neben dem Stadion.





SC Kriens - Lausanne-Sports 14.7.2020, NLB, 1000 Zuschauer (offiziell)

Eine Woche später, gleicher Ort. Für das Vorprogramm wählte ich heute einen Ausflug auf den Stoos inkl. spektakulärer Gratwanderung und anschl. Abkühlung im Vierwaldstättersee. Anschl. erneut nach Kriens zum Fussball. Diesmal war der Leader aus Lausanne zu Gast. Erneut leider keine Gäste, aber auffallend viele Leute im Stadion (waren meiner Meinung deutlich mehr als vor einer Woche wo ansch. schon die erlaubten 1000 Personen im Stadion waren, war dann ein paar Wochen später auch Thema in den Lokalzeitungen das zu viele Zuschauer im Stadion waren). Die Krienser Fanszene heute nicht mehr im Protest und mit gelegentlichem Support, allerdings sah und hörte sich jetzt auch nicht allzu ernsthaft aus. Paar Meter neben dem kleinen Fanhaufen von vielleicht 15 Personen weitere 15 Personen die etwas älter waren und sich auch ab und an am Support beteiligten. Dazu gibt es ja auf der Haupttribüne noch ein paar der alten Garde (auch mit Zaunfahne). Sportlich war das heute eine eindeutige Sache für die Gäste aus Lausanne und man liess Kriens keinen Stich.







Zug 94 - FC Solothurn, 9.8.2020, Cup Vorqualifikation, ca. 300 Zuschauer

Saisonbeginn in der Schweiz heute mit der Cup-Vorqualifikation. Zug mit keiner nennenswerten Fanszene. Solothurns Antifa Leute um die Gruppe Pazzo Sinistra (Verrückte Linke) mit rund 40 Mann vor Ort, grösstenteils mit dem Zug nach Zug angereist ;-). Unterstützt von einigen Jungs aus Winterthur und Lausanne mit denen es gute Kontakt zu geben scheint. Stimmung war ganz ok, am Schluss wurde gar noch etwas gezündet und der Vorstoss in die 1. Hauptrunde im Schweizer Cup gefeiert. Liedermässig war da viel politisches dabei und immer mal wieder was aus Italien, teils auch auf italienisch gesungen. Von den Eishockey-Jungs aus Zug war heute niemand vor Ort (war in den Vorjahren anscheinend auch schon anders als man den Soletta Jungs mal kurz hallo gesagt hatte..).






SC Cham - AC Bellinzona, 9.8.2020, Cup Vorqualifikation, ca. 500 Zuschauer

Zum 2. Spiel des Tages kamen wir aufgrund der Verlängerung und dem Penaltyschiessen in Zug erst zur 2. Halbzeit, aber war ja eh grad in der Nachbarschaft (ca. 5 km Entfernung zwischen den Orten), da kann man das schon mal machen. Aus Bellinzona leider keine Ultras vor Ort, nur ca. 50 Normalos. Im Gespräch mit einem mir bekannten Bellinzona Fan aus Zürich kam heraus das die Bellinzona Boys momentan nicht ins Stadion gehen da man aufgrund des Corona-Virus den Namen angeben muss. Ansonsten fährt man eigentlich immer mit 2, 3 Auto’s oder auch mal mit einem Bus auswärts. Die Blegikurve von Cham wird langsam etwas ernsthafter / erwachsener, da wächst was kleines heran.





Schwarz-Weiss Bregenz - Austria Lustenau 2, 12.8.20, Regionalliga Vorarlberg, ca. 150 Zuschauer

Nächstes Spiel unter der Woche. Mal wieder Bregenz. Letztes mal war ich vor ca. 16 Jahren gegen Austria Salzburg im Stadion. inkl. Platzsturm und Prügelei gegen die Ultras von Austria auf dem Platz. Damals hatten wir recht gute Kontakte mit den damaligen Breganzium Ultras und man war einige male vor Ort. Die Kontakte sind jedoch dann schnell abgeklungen und in Bregenz sind komplett neue Leute aktiv. Aktive warens dann heute ca. 10, 20 Ultras die noch ein Spruchband zeigten und alle paar Minuten ein Liedchen trällerten. 





SR Delemont - Vevey-Sports, 19.8.20, Schweizer Cup Vorqualifikation, ca. 500 Zuschauer (50 Gäste)

Als Angestellter im Tourismus profitiere ich momentan immer noch von Kurzarbeit. Da kommen mir die unter der Woche Spiele natürlich entgegen. So auch heute wieder bei Delemont - Vevey. In Vevey gibt es schon länger eine Ultra-Gruppierung (MDCCC Vibiscum), die wollte ich schon immer mal sehen. Auch in Delemont hat sich bisschen was getan. Ein Haufen von 30, 40 Jungs sorgten heute auf Heimseite für ganz nette Stimmung inkl. Pyro. Ich würde das jetzt nicht gross als Ultras bezeichnen, aber das war gar nicht so schlecht und jeder fängt mal klein an. Anders die Gäste, mit einem alten Bus natürlich verspätet eingetroffen (ist ja fast normal bei den Ultras aus dem Tessin und der Westschweiz, die kommen unter der Woche gefühlt jedes mal zu spät). Aber das war ein ganz feiner Haufen der da in der 15. Minute das Stadion mehr oder weniger stürmte. Geile Leute allen Alters, Stimmungsmässig richtig geile Leider und der Mob hatte richtig Bock heute, das war ganz geil. Wir mussten dann kurz vor Ende das Spiel verlassen um den letzen Zug zu erwischen und so verpassten wir dann leider noch die Verlängerung und das Elfmeterschiessen (Vevey gewann).







FC Solothurn - FC Langenthal, 22.8.20, 1. Liga Classic, ca. 300 Zuschauer

Heute wieder mal Soletta. War aber auch schon mal mehr los. Etwas wenige Leute hinter den Antifa Bannern und auch die Stimmung kam erst gegen Ende etwas auf. Trotzdem ein schöner Ausflug inkl. einigen Bierchen an der Aare nach dem Spiel.





FC Wettingen - FC Lenzburg, 28.8.20, 2. Liga Interregio, ca. 150 Zuschauer

Aargauer Derby im altehrwürdigen Stadion Altenburg. Das letzte mal war ich mit dem Vater da, das müsste vor ca. 30 Jahren gewesen sein als Wettingen noch in der NLA war und gegen uns spielten. Erinnern kann ich mich jedoch nur noch aus Erzählungen von meinem Vater resp. Bruder. Ich meinte es gab da früher mal eine Gruppierung namens Ritterfront? (falls jemand da noch was weiss darf er mir das gerne mitteilen). Auch 30 Jahre danach gibt es eine kleine Gruppierung hinter einer Lägereblock Fahne (Gruppierungen heissen Vikings und Warriors). Bei strömendem Regen stand man da auch 90 Minuten und ab und zu wurde auch etwas gesungen. Gäste aus Lenzburg waren nicht vor Ort (da gab es doch auch mal die Knastkurve?)





Vevey Sports - Echallens, 5.9.20, 1. Liga Classic, ca. 400 Zuschauer

Da mich Vevey in Delemont absolut begeisterte war für mich klar das ich die mal bei einem Heimspiel sehen wollte. Wie vor ein paar Wochen konnte die MDCCC Vibiscum auch heute wieder absolut überzeugen. Der Kop bebte quasi die letzten 20 Minuten nachdem man ein 1-2 noch in einen 3-2 Sieg umwandelte. Richtig geiler Haufen hat sich da hinter den Zaunfahnen am Ende der Haupttribüne gesammelt. Von Jung bis Alt auch heute wieder alles vor Ort. Gesanglich absolut geile Lieder, natürlich viel französische und italienische Klassiker, aber auch 1, 2 eigene Lieder waren dabei. Hier ist die Welt noch in Ordnung, kaum Bullen, absolute Freiheit in der Kurve, eine Mannschaft die Verbundenheit zum Verein zeigt, einfach sympathisch was da in Vevey momentan entsteht und ich war bestimmt nicht zum letzen mal hier.





FC Grenchen - FC Muri, 12.9.20, 2. Liga Interregio, ca. 150 Zuschauer

Ein Klassiker ist auch das Stadion Brühl in Grenchen, da war ich glaub es sogar noch nie, ich meinte auch 93/94 als man in der NLB noch gegen uns kickte war ich wohl nicht vor Ort (oder kann mich nicht erinnern). Heute zu Gast Muri. Wir spielten vor ein paar Jahren in Muri im Cup und der ganze Anlass ist mir noch sehr sympathisch in Erinnerung. Damals hatte Muri auch einige aktive Jungs in der Kurve. Die begleiteten heute hinter einer Szene Muri Fahne zu 3. ihre Mannschaft mit in den Kanton Solothurn. Auch wenn die 3 Jungs relativ jung waren, trotzdem grosses Kompliment das man zu 3. nach Grenchen fährt und da munter supportet. Auch in den anderen Auswärtsspielen war man anscheinend immer mit paar Jungs vor Ort. In Grenchen selber gibt es leider keine aktive Fanszene mehr. Ein paar ganz alte sind zwar immer noch vor Ort und fahren teils auch auswärts (letztes Jahr war man z.b. mit 30 Mann in Einsiedeln), aber ohne organisiertem Support.





Austria Salzburg - Seekirchen, 16.9.20, Regionalliga, 1250 Zuschauer

Zu begutachten gab es heute wohl eine der spektakulärsten Pyroshow’s die ich je live gesehen habe. Diese war dann auch paar Minuten später bereits auf fast allen bekannten Internet-Präsenzen zu sehen… Ich genoss trotz den massig anwesend deutschen Hoppern das Schauspiel in der Curva Viola. Mit Sicherheitsabstand (heute waren 1250 Zuschauer zugelassen) und mit Maske wurde dem Corona-Virus getrotzt und munter supportet, getoppt dann natürlich durch die bereits erwähnte Pyroshow. Der Stimmungskern war ganz klar der Haufen hinter der Union Ultras Zaunfahne.







FC Baden - FC Wohlen, 19.9.20, 1. Liga Classic

Kleines Aargauer Derby im Esp. Wohlen mit einem kleinem 10 Mann / Frau Mob vor Ort, Stimmung jedoch praktisch Fehlanzeige und man verzog sich direkt nach Spielschluss mit Fahne aus dem Stadion in Sicherheit. Baden war ständig auf der Lauer um allenfalls wieder mal ne Fahne von Wohlen zu holen (wir bereits geschehen Jahre zuvor), heute jedoch erfolglos. Auf den Rängen Baden wie gewohnt mit einem Supporterhaufen von ca. 40 Mann.







FC Baden - FC Solothurn, 7.10.20., 1. Liga Classic

Gleicher Ort, diesmal aber mal wirklich ein anständiger Gästehaufen vor Ort (das Gastspiel 4 Tage zuvor von Biel in Baden, wo Biel überraschend mit einem 100er Mann Pöbel aus Eishockey und Fussballleuten der Stadt im Esp erschienen, verpasste ich leider). Heute war ein Antifa Haufen von ca. 80 Mann im Gästeblock, wohl mit Verstärkung aus den befreundeten Kurven aus Winterthur und Lausanne sowie diversen links orientierten Einzelpersonen aus diversen Fanzenen der Schweiz. Aber auch Baden heute mit deutlich grösserer Anzahl im Block, dürften etwa die gleiche Anzahl im Block gewesen sein wie bei den Gästen. Supportmässig legten die Gäste etwas besser los, während Baden dann in der 2. HZ ganz klar die Stimmungshoheit hatte. Natürlich war da auch viel politisches dabei. Mir hat es gefallen und das Spiel hat sich inzwischen wohl auch rumgesprochen, so waren hier heute diverse Hopper aus Deutschland und der Schweiz vor Ort. Das war heute alles schon ziemlich gut, deutlich besser als vor 2 Jahren als Solothurn mit maximal 30 Mann anwesend war.







FC Kreuzlingen - Calcio Kreuzlingen, 10.10.20, 2. Liga, ca.250 Zuschauer

Mal bei Kreuzlingen vorbeigeschaut beim Lokalderby. Die Italiener gar mit etwas Pyro und ein paar ganz lustigen Spruchbändern. Die Whiskeykurve Kreuzlingen mit ein paar Zaunfahnen (Old Boys, Boys Bernrain) und diversen Schwenkfahnen zum Intro, stimmungsmässig war das dann aber doch eher mau mit nur gelegentlichen FCK Rufen.






Leider dürfte es das mit Fussball in der Schweiz wohl bis im Frühling gewesen sein… (Fussball ohne Zuschauer ist für mich kein Fussball!). Fuck Corona!