Samstag, 1. Februar 2025

Deutschland im Januar 2025

1. FC Magdeburg – Eintracht Braunschweig

1A Auftritt vom Block U. Im gewohnt, fast schon polnischen Stil, wie man es von Magdeburg kennt. Nicht melodiös, dafür abartig laut und geschlossen. Aber auch die Gäste aus Braunschweig mit einem ganz starkem Auftritt. Ein völlig anderes Stil, coole Lieder und ein kleiner Hauch Italien.

 





Energie Cottbus – Dynamo Dresden

Cottbus fand ich phasenweise ganz gut, jedoch mit eher einfachem Liedgut. Dynamo schon krass, fast wie ne Armee steht da die Kurve im Eck und zieht ihr Ding durch. Für mich dann etwas zu durch orchestriert, da fehlten mir etwas die Emotionen und die Leichtigkeit in der Kurve, aber natürlich trotzdem sehr eindrucksvoll und wohl einzigartig im deutschsprachigem Raum.

 







Hertha BSC – HSV

Was für ein Gästemob aus Hamburg! Dürften wohl fast 20‘000 angereiste Hamburger gewesen sein. Das war dann schon alleine sehr imposant und so hatten die Gäste auch oft die akustische Oberhand im weiten Rund. Hertha mit imposanter und emotionaler Choreo zum 1. Todestag von Kay Bernstein. Stimmung dann etwas gedämpft, das hatte ich besser in Erinnerung von der Ostkurve. Trotzdem auch alleine von der Masse schon sehr eindrücklich auch die Hertha.


                                         





Hannover 96 – Preussen Münster

Die unglaubliche Anzahl an Gästefans zieht sich auch am Sonntag weiter an diesem Wochenende. Ein paar Tausend aus Münster dürften es gewesen sein. Vor ein paar Jahren waren ja nicht mal so viele Münsteraner an Heimspielen zugegen, und nun fahren die mit tausenden auswärts. Stimmungsmässig dann recht ausgeglichen. Vom Stil her hat mir Münster besser gefallen, aber Hannover (die ich noch nie gesehen hatte) fand ich dann doch viel besser als erwartet.

 




BVB Amateure – Arminia Bielefeld

Zum Abschluss der Tour mit der Roten Erde noch ein historisches Stadion. Die Amateure Szene des BVB’s heute nicht aktiv im Stadion, dafür sicher 2000 Gäste aus Bielefeld die für beste Sonntag-Abend Unterhaltung sorgten.




Dienstag, 31. Dezember 2024

Jahresabschluss in Italien, Dezember 24

 4000 verkaufte Gästetickets sind doch mal eine Ansage. Da lohnt es sich doch den Weg auf sich zu nehmen, zumal ich in Empoli erst einmal mitte 2000er gegen Roma war, auch um Weihnachten damals. Die Rangers Empoli gibt es ja leider nicht mehr, deren Platz haben wohl die Ultras Empoli (heute mit Unterstützung der Schickeria) übernommen. Diese führen nun zusammen mit den Desperados die Kurve, wobei von aussen gesehen der Stimmungskern eher bei den Desperados lag. Aber ist dann doch ein eher überschaubarer Haufen, wobei die Stadt ja auch nur um die 50'000 Einwohner hat und Florenz und Pisa gerade ums Eck liegt. Stimmung dann auch etwas träge, so richtig kam die Kurve nicht in Schwung, da half auch die Unterstützung aus München und Montevarchi nicht viel. Deutlich lauter war da der riesige Gästemob aus Genua. Die Koordination in den auf 4 Tribünen verteilten Gästemob war aber auch da wohl nicht ganz so einfach, so beteiligte sich meist nur der zentrale Block hinter den Hauptfahnen am Support. Optisch aber mit den vielen Fahnen aber natürlich wie immer wunderschön anzusehen bei Genua.




 

Nach einer kurzen Nacht in Fidenza machte ich mich auf nach Cremona wo es zur Mittagszeit zum kleinen Derby gegen Brescia kam. Auch hier wieder ein stattlicher Gäste-Haufen anwesend, dürften an die 2000 gewesen sein. Diese sorgten auch für lautstarke Unterstützung, wenn auch nicht sonderlich kreativ. Aber vor allem in der 1. Halbzeit war das doch sehr geschlossen und lautstark. Da hatte die Heimkurve kaum was entgegen zu setzen. Das war auf Heimseite ein doch eher durchwachsener Auftritt. Vor dem Spiel kam es in der Stadt noch zu einem kurzen Aufeinandertreffen.







Mittwoch, 4. Dezember 2024

Genua Derby, September 24

Genua Derby im Pokal unter der Woche und meine letzte arbeitsfreie Woche vor der Wiedereingliederung in das Arbeitsleben nach fast 2.5 Jahren? Also nichts wie hin und nochmals etwas die freie Zeit geniessen, dolce vita, birre e calcio. Los ging es am Vortag mit dem kleinen Derby Novara-Pro Vercelli quasi als Vorspeise. Wäre ich ein paar Minuten früher beim Stadion gewesen hätte ich gar den kleinen Angriff der Ultras von Pro Vercelli (mit Unterstützung aus Pro Patria) auf die Bar von Novara vor dem Stadion miterlebt. Anscheinend hat es kurz geknallt woraufhin einige Ultras aus Vercelli verhaftet wurden. Dementsprechend verzichtete man im Stadion in der 1. Halbzeit auf organisierten Support, erst in der 2. HZ folgt ein paar Gesänge und Schlachtrufe. Novara hingegen supportete von Beginn weg ganz passabel. Waren wohl doch gut 100 Mann und Frau die da für Stimmung sorgten. Passte soweit und kann man sich mal geben.





Eine 2. Vorspeise wurde uns auch am Mittwoch noch vor dem Derby serviert, in Imperia mussten nämlich noch 40 Minuten von der wegen Starkregen unterbrochenen Partie vom Wochenende zu Ende gespielt werden. Dem Spieltermin um 15.00 Uhr unter der Woche trotzten die heimischen Ultras Imperia (mit Nizza befreundet), hissten die Fahne und supporteten ziemlich ausgiebig. Lässige 40 Minuten in genialer Umgebung, das alte gammlige Stadion liegt mitten in der Stadt umgeben von Wohnblöcken.

 



Dann ging es aber nach Genua zum grossen Derby. Und dieses Versprach nicht zu viel. Bereits die Tage davor herrschte wohl eine hitzige Stimmung in der Stadt, so gab es immer mal wieder kleinere und grössere Aufeinandertreffen der beiden Kurven resp. mit den Bullen. Im Stadion dann beide Kurven rappelvoll und bestens aufgelegt. Bis zur Mitte der 2. Halbzeit als Genoa einige wichtige Schwenkfahnen von Ultras Tito präsentierte. Danach war die Luft irgendwie raus auf beiden Seiten und die Ultras Tito verliessen danach grösstenteils das Stadion und probierten zumindest die Gradinata Nord zu attackieren, natürlich erfolglos. Die Bullen hatten soweit alles im Griff. Die Fahnen wurden anscheinend im Raum von Ultras Tito entwendet, mehr oder weniger ohne Gegenwehr, da in klarer Überzahl resp. Unterzahl. Vorangegangen soll ein kleineres spontanes Aufeinandertreffen in der Stadt, auch da wohl nicht ganz mit ausgeglichener Anzahl auf beiden Seiten. Es bleibt also spannend in der Hafenstadt.











Samstag, 30. November 2024

Cesena - Modena, September 2024

Kurzausflug zum kleinen Derby in Cesena gegen Modena. So richtig vom Hocker haute mich das aber alles nicht an diesem Abend. Der Hass war zwar gut spürbar, aber stimmungsmässig habe ich vor allem Cesena hier schon deutlich besser erlebt. Das war doch meist eher verhalten. Von den Gästen war ich eigentlich noch nie gross angetan, das bestätigte sich auch heute wieder. Für ihre Verhältnisse sicherlich ganz ok, aber insgeheim hatte ich mir da bei dieser grosser Anzahl an Gästen doch etwas mehr erwartet.






Donnerstag, 7. November 2024

Europapokal - auf dem Landweg nach Trabzon, August 24

Nach etwas über 2 Jahre wieder zu Hause, da war natürlich viel los sodass ich es ausser zu unseren Spielen und zu den Freunden in Reutlingen und Locarno nur zu etwas unterklassigem Hopping in der Schweiz brachte. Besonders Vevey möchte ich hier noch hervorheben, die beim Aufstiegsspiel gegen Schötz auf allen Ebenen überzeugten und den verdienten Aufstieg schafften. Über die anderen besuchten Spiele in der Schweiz und den Schweizer Spielen an der EM in Deutschland lohnt es sich nicht zu berichten.




Auf grosse Tour ging es dann zu unserem Auswärtsspiel in Trabzon. Dem Fliegen abgeschworen wollte ich die Reise natürlich auf dem Landweg durchführen. Zeit hatte ich ja. So startete ich direkt nach dem Hinspiel in Richtung Schwarzmeerküste. Nachtzug nach Wien, wo ich ein verlängertes Wochenende verbachte inkl. einigen Spielen. Endlich passte es hier mit einem Besuch auf der Hohen Warte, dem einzigartigem Naturstadion der First Vienna. Aber nicht nur das Stadion begeisterte hier, es gab teilweise Freibier (gesponsert von Ottakringer zum 130 Jährigem) und die kleine aber feine Fanszene sorgte optisch wie auch akustisch für gute Unterhaltung an diesem Freitag Abend. Das hat Spass gemacht. 







Am Samstag ging es nach Graz wo ich dem Spiel Sturm Graz - Altach beiwohnen durfte. Aus dem Vorarlberg waren es erschreckende 2 Auto's der Fanszene vor Ort, sangen auch kein einziges mal. Absolut blamabler Auftritt für einen Samstag Abend, aber was will man schon von einer Fanszene die mit Niederhasli befreundet ist erwarten. Dafür legte sich die Nordkurve Graz umso mehr ins Zeug. Ich mag die Kurve irgendwie, lässiger Auftritt, cooler Stil, kein übermässiges Gepose wie an anderen Orten, muss ich mal wieder vorbeikommen gegen einen besseren Gegner.




Zurück in Wien und vor der Abfahrt des Nachtzuges nach Bukarest passte das Heimspiel von Austria Wien gegen LASK perfekt in den Reiseplan. Gefühlt hatte LASK heute aber ein Heimspiel (sass aber auch direkt am Gästesektor). Ein überraschend starker Auftritt der Landstrassler (unterstützt heute von YB). Hatte ich so gar nicht auf dem Schirm, aber das war ein sehr geschlossener, lautstarker Auftritt. Von Austria kam nicht allzu viel, ein eher durchschnittlicher und austauschbarer Auftritt der Osttribüne.







Nun folgt die lange Weiterreise mit dem Nachtzug nach Bukarest, danach direkt in den Nachbus nach Istanbul wo ich nochmals 2 Nächte pausierte bevor es abermals per Nachtbus nach Trabzon ging. Hier natürlich ein genialer Tag inkl. einem unvergesslichem Spiel bevor es am nächsten Tag erneut mit 2 Nachtbussen (via Istanbul) nach Bukarest ging. Doch etwas angeschlagen angekommen in Bukarest folgte etwas Sightseeing bevor es zum Spiel FCSB Bukarest gegen Uta Arad ging. Im Rugby Nationalstadion erwärmte das Geschehen auf den Rängen aber nur bedingt. Die Heimkurve wirkte jetzt nicht sonderlich motiviert. Respekt dagegen für die weitgereisten Gäste aus Arad. Die Gäste mit vielen kurzen, geschlossen Schlachtrufen und Klatscheinlagen, hatte irgendwie was.





Nach einer kurzen Nacht ging es dann auch schon wieder weiter nach Cluj. Hier trafen mit Universitatea Cluj und Dinamo Bukarest 2 befreundete Fanszene aufeinander, was sich in der schönen Stadt den ganzen Tag bemerkbar machte. So war es dann für einen Montag Abend respaktable 2000 Gäste aus dem ganzen Land im Gästesektor, welche sich das eint oder andere male gut hörbar bemerkbar machten im weiter Rund. Gefallen hat mir auch die Heimkurve, welche mit schönen Gesängen und Pyro für kurzweilige 90 Minuten sorgten. Das Derby würde ich mir hier zu gerne mal anschauen. Nun folgten nur noch knappe 24 Std. im Nachtzug via Budapest zurück nach Hause.