Mittwoch, 10. Oktober 2012

Kurztripps Sommer 2012

Varese-Nocerina

80 Tesserati aus Nocera angereist an diesem Frühsommer-Samstag. Akkustisch eher enttäuschend. Varese und Ihre Ultra-Gruppierung "Blood and Honour" auch endlich mal gesehen, dabei durchaus überzeugende Stimmung der rund 150 Mann resp den BH-Girls.




Bastia-St.Etienne

Kurzurlaub auf der wunderschönen Mittelmeerinsel. Die geographische Lage zwischen Frankreich und Italien merkt man auch den Menschen an, angenehme Mischung; schöne Städte, faszinierende Landschaften, gutes Essen und tolles Wetter. Auch fussballbegeistert sind die Korsen, Bastia erst gerade aufgestiegen empfing am 4. Spieltag St.Etienne, welche von gut 350 Mann unterstützt wurden. Konstant guter Support wie gewohnt von Ihnen. Bastia überzeugte vor dem Spiel wo sich das ganze Stadion an den Liedern beteiligten... Während war es dann doch bedeutend ruhiger, auch wegen des klaren Spielverlauf zu Gunsten der Gäste vom Festland.




Wacker Innsbruck-Rapid Wien

Wieder mal bei Wacker vorbeigeschaut. Die heimische Szene nur noch ein Schatten seiner Vergangenheit. Rapid dagegen gewohnt mit gut gefüllten Away-Block. Stimmung dann 90 Minuten lang gut, absoluter Höhepunkt die letzen 10 Minuten das "Lebenssinn-Lied". Allein dieses Liedes wegen lohnte sich dieser Ausflug!


Montag, 30. April 2012

Ostertour 2012

Mit ungewohnter aber guter Truppe ging es für 10 Tage in den Osten. Da kulturell nicht viel neues gesehn und eh schon alle Städte besucht beschränke ich mich hier auf Bilder und kurzen Texten zu den Spielen:

Brescia-Hellas Verona
Ein Spiel mit Gästen ja seltenheitswert in Italien. Verona mit nem 2000er Mob anwesend. Brescia unterstützt von Nürnberg und Mantova konnte mit gut 1500 Mann dagegen halten. Stimmungshoheit aber trotzdem auf Seiten der Gäste, auch wenn der Auftritt nie an Vicenza auswärts im Herbst herankam…





Sarego-Venezia
Der Tradtitionsverein aus Venedig inzwischen in der Serie D angekommen. Immerhin dürfen sie da wieder auswärts fahren und ist man aktuell auf dem Weg in die Serie C2. Rund 150 Ultras waren dabei, aufgeteilt auf die 2 Gruppen.



Slovan Bratislava-Spartak Trnava
Das heisseste Spiel in der Slowakei. 1000 Gäste kamen und boten einen ansehnlichen und lauten Support. Slovan hingegen enttäuschend.



Partizan Belgrad-Roter Stern Belgrad
Belgrad Derby, schon lange auf meiner Liste, aber wegen gleichzeitig stattfindenden SG-Spielen nie dazu gekommen. Habe zwar beide Vereine zu Hause schon gesehn, aber jeweils „nur“ im Europacup. Gespannt war ich also auf das Spiel. Beide Kurven natürlich rappelvoll, sogar so voll dass die Partizani kurz entschlossen die eigentlich geladenen Gäste von Milan recht rabiat aus der Kurve baten… Stimmung dann von beiden Seiten sehr geil. Partizan gewohnt brachial und laut, während Roter Stern teils mehr auf kreativere Lieder setzte. 1. HZ sehr ausgeglichen waren dann in der 2. HZ auch dank dem Spielverlauf die Delije die tonangebende Kurve im Stadion. Geil war es und Derby wird demnächst mal bei Roter Stern besucht.








Spartak Trnava-Senica
Vor paar Jahren schon mal hier gewesen, inzwischen gibt’s nur noch eine nennenswerte Kurve mit rund 1000 Fans. Support ganz ok, kann man sich mal ansehen.


 





 Sturm Graz-Falsches Salzburg

Graz in der 1. Halbzeit mit Streik wegen dem Pokalaus gegen einen Unterklassigen. Dafür wurde dann in der 2. HZ umso lauter supportet. Das hat gefallen. Schönes Stadion, geile Gesänge, schöne Lieder und ein absolut sehenswertes und spannendes Spiel.





Austria Wien-Rapid Wien
Wieder mal ein Wiener Derby. Austria enttäuschend, teils erschreckend schwache Beteiligung am Support. Rapid dagegen gute Mitmachquote, stets laut und durchgängig, ein bisschen kreativere und melodiösere Gesänge würde dem Support aber gut tun… Aber das ist ja bekanntlich geschmacksache…



Mittwoch, 14. März 2012

Thailand, Februar 2012

Übermüdet sitze ich frühmorgens im Zug nach Zürich und schwelge in Erinnerungen an vergangene Zeiten, an die Canchas  in Argentinien, Strände in Venezuela und die geilen Party’s verteilt auf dem Globus. Doch wieso nur davon träumen fragte ich mich an diesem eiskalten Mittwoch-Morgen, und so sass ich abends zu Hause vor dem Computer auf der Suche nach günstigen Flügen an die Wärme, Zielort: Einfach irgendwohin mit Temperaturen ab 25 Grad! Panama, Karibik, Südostasien oder doch wieder Argentinien… Hmm, Tüte reist doch gerade in Thailand rum… Und Singapore Airline schiesst grad nen günstigen Last-Minute Flug ab Zürich nach Bangkok raus, also wechselten knapp 600 Euro meines immer leerer werdenden Geldbeutels den Besitzer und rund 30 Stunden später befand ich mich bereits an Bord der A380 via Singapore und Bangkok nach Chiang Mai wo  Langzeitreisender, Überlebenskünstler und diplomierter Gabelstapler-Fahrer Tüte bereits auf mich wartete. Den ersten Begrüssungsbierchen folgten diverse erfolgreiche Ausweichversuchen vor gierigen Ladyboys, Thailand hiess mich herzlichst willkommen.. Tags darauf mieteten wir Roller und begaben uns nach Pai. Die Strecke führte uns über einen Berg voller Serpentinen. War schon ein absolut geiles Gefühl, vor 2 Tagen sass ich noch in der eiskalten Heimat gebeutelt vom Prüfungsstress und dem biederen Winter-Alltag in der Schweiz, nun kurvte ich bei sommerlichen Temperaturen durch die wunderschöne Hügellandschaft des Norden‘s Thailand! Das ist Leben! Freiheit! 4 Stunden hatten wir für die rund 140 km und in Pai angekommen wartete bereits eine am Vorabend im Hostel kennengelernte Italienerin am Busbahnhof an welchem wir per Zufall vorbeigekommen waren… Hatte sie doch meine spät in der Nacht gemachtes Angebot für gemeinsame Tage in Pai doch ernst genommen… hehe. Uns wars aber Recht, hatte sie doch bereits ein günstiges 3er Zimmer reserviert. Pai gilt so als Hippie-Dorf wie z.b. Montanita in Ecuador. War es wohl früher auch mal, heutzutage aber einfach ein Touri-Kaff. Trotzdem genossen wir die 2 Tage hier, die Natur rundherum ist echt schön und paar chillige Tage kann man in Pai gut verbringen. Zurück in Chiang Mai erwartet uns noch das Freundschaftsspiel zwischen dem lokalen Drittligisten Chiang Mai FC und Bangkok Glass (1. Ligist). Rund 2500 Zuschauer im 25‘000er Ground wollten am „Valentine Match Game“ teilhaben, darunter rund 50 Mann und Frau hinter einigen Zaunfahnen, diese blieben jedoch weitgehend stumm..
Nach einem weiteren Nichtstun Tag machten wir uns abends auf den Weg zum Busbahnhof… Nächstes Ziel Pattaya.. Ja, 6 sportliche Kulturtouristen aus der Ostschweiz hielten sich gerade da auf und Tüte musste eh sein Tattoo noch fertig machen, also gab ich mir paar Tage im Sündenpfuhl Thailands.. Muss man ja mal gesehen habe… und wirklich, das kulturelle Angebot Pattaya’s mag durchaus zu gefallen… 2 Tage reichen dann aber doch, neben Pattaya assoziiere ich Thailand dann eben auch mit weissem Sandstrand auf einsamen Inseln… Einsame Inseln fand ich zwar nicht, jedoch wunderschöne palmengesäumte Sandstrände auf Koh Chang wo ich mir für 3 Tage ein Bungalow unweit des Ozeans leistete. Auch abends ging es hier deutlich entspannter zu und her.
Nach 3 dem süssen Nichtstun gewidmeten Tagen hiess es auch bald schon wieder Abschied zu nehmen, bevor mich aber Singapore Airline wieder mit ihrem hervorragendem Service begrüssen durfte, wurde die Hauptstadt noch von mir beehrt. Ausser dem Eldorado für Backpacker, der Kaoh San Road, hab ich aber ehrlich gesagt nicht viel von der Stadt gesehen, spar ich mir dann auf für nächstes mal… Wiederkommen werde ich nämlich auf jeden Fall… Gut hat es mir hier gefallen. Hervorheben will ich noch das Essen! Selten habe ich so gut gegessen, und das obwohl ich selten in Restaurants war, habe ich mich doch fast ausschliesslich an Strassenständen ernährt. Für den Spottpreis von 30-40 Baht (80 Rp.) gabs da nämlich an jeder Ecke Thailändisches Essen. Pad Thai kommt nämlich bei mir neu in die Top 3 des Essens neben den Superpanchos in Südamerika und der guten alten türkisch-schweizerischen Dönerbox… hehe. Auch sonst ist das Reisen in Thailand sehr angenehm gestaltet, man kommt jederzeit ohne gross Anstrengungen überall hin, muss nicht ständig auf seine Sachen aufpassen und die Leute sind auch nicht wirklich aufdringlich, d.h. ein Nein wird auch als solches verstanden. Fehlen tut einfach der Fussball, ne Fankultur ist zwar auch hier bei einigen Vereinen entstanden, trotzdem ist es halt nicht Europa oder Südamerika.. Auch der Kontakt zu Einheimischen fehlt mir da im Gegensatz zu Südamerika schon ein bisschen, ist es doch ziemlich schwierig ehrlichen Kontakt zu finden. Mal abgesehen von diesen 2 „Mängeln“ hat es mir sehr gut gefallen und die ganze Region wird demnächst mal ausgiebiger bereist.

 



Freitag, 2. März 2012

Trainingslager Südtürkei und Izmir-Derby

Das diesjährige Trainingslager unserer Grün-Weissen „Helden“ führte mich wieder einmal in die Südtürkei. 5 Tage sollten es werden inkl 3 Spielen in Izmir. Los ging es Freitags mit Torgi, Züzi und Fässler zuerst mit dem Zug nach Frankfurt wo uns dann Sunexpress für wenig Geld in die Türkei flog. Nach Mitternacht angekommen ging es dann auch bald in die Federn um für den nächsten Tag fit zu sein. 2 Spiele standen an:


Altay-Sanliurfaspor 0-0

Beim Betreten des Stadions bereits schöne Gesänge der rund 300 angereisten Gäste zu hören, aber auch die Heimkurve konnte mit einem ähnlich grossen Supportermob zu überzeugen. Laute Wechselgesänge und schöne Hüpfeinlagen sowie auch den einten oder anderen hübschen Gesang konnte man vernehmen.


Bucaspor-Linyitspor 2-7

Arschkalt war es inzwischen geworden. Immerhin ein bischen konnte uns die Abendpartie der 2. Türkischen Liga erwärmen. Zudem ein sehr geiles Stadion welches da in Buca (Staddteil von Izmir) steht. Auf der Gegengerade machten sich dann auch ein rund 1000 köpfiger Mob für die Heimelf gerade und trotzten der Kälte mit annehmbarem Support. Gäste waren nur rund 20 angereist ohne gross aufzufallen… Aufgefallen ist uns aber das Ergebnis und vorallem die Art und Weise wie dies zustande gekommen ist… 1. Halbzeit Bucaspor recht überlegen und führte früh mit 2-0, in der 2. Halbzeit kassierten sie dann aber rasch 7 Tore, davon mind die Hälfte nach absolut offensichtlichen Eigenfehlern… Ist eigentlich Darko Damjanovic noch auf freiem Fuss…? Das 2. Abendspiel der gleichen Liga ging mit dem selbem Ergebniss aus… Gruss an die Wettmafia.


Halb erfroren suchten wir nun etwas Wärme und fanden dies im Studentenviertel Izmir’s wo auch das einte oder andere Getränk noch durch unsere Kehle floss… Sonntag, Derbytag… Nach ausgiebigem Shoppingbummel auf dem Sonntagsmarkt trafen wir uns noch mit YB-Lüku samt Anhang. Zu 6. ging es dann zum Stadion.

Karsiyaka-Göztepe 1-0

Bereits 2 Stunden vor dem Spiel war der Gästebereich bereits voll mit gelb-roten Fanatikern. Rund 4000 würd ich schätzen waren da. Auf Heimseite weitere 20‘000. Supporttechnisch ging es dann schon gut los und vor allem die Gäste überzeugten mit praktisch 100% Mitmachquote, wenn auch nicht durchgängig gesungen wurde. Auch auf Heimseite sang des öfteren das ganze Stadion. Der Hauptteil war auf der Haupttribüne untergebracht wo auch wir sassen. Gegenüber aber nochmals rund 8000 Fans welche auch desöftern was hören liessen. Optisch fand ich es auf Heimseite etwas enttäuschend, paar Fahnen und paar Schalparaden, das war es dann auch. Die Gäste hingegen, zum Intro ein paar kleinere Blockfahnen aber während dem Spiel wurden auf einmal sicher 100 Bengalos in Rot und Gelb gezündet und allesamt auf der Leichtathletik-Bahn entsorgt was ein herrliches Bild abgab. Supportmässig fand ich in der ersten Halbzeit die Gäste etwas besser während in der 2. Halbzeit die Heimsupporter auch wegen dem Spielverlauf etwas an Überhand gewannen. Sehr kreativ war es dann aber von beiden Seiten nicht, aber dafür muss man nicht in die Türkei gehen. Genial war von beiden Seite die geschlossenen Hüpfeinlagen und vorallem die Lautstärke vorallem in den Wechselgesängen. Melodiöse Lieder sind bis auf 1, 2 Ausnahmen rar gesät.


Nach dem Spiel kämpften wir uns mit dem ganz bequemen Nachtbus durch Schneestürme weiter in den Süden nach Antalya wo wir frühmorgens dann auch in der Nähe von Side auf die 18 weiteren Trainingslager-Kiebitzen trafen. 19 Euro für ein Zimmer in nem 4 Sterne Hotel Bunker und das All-Inclusive… Ja das kann man sich doch gerne mal geben… Nach den ersten Empfangsbierchen ging es denn auch schon weiter zum Trainingslager-Hit gegen die Luxemburgische Nationalmannschaft.

St.Gallen-Luxemburg

Auch weiter im Süden war es Arschkalt. Trotzdem konnte dies unsere Fangemeinde nicht vom Supporten abhalten… Während einige Herren sich lieber dem Bier im Strandkorb im oberen Bereich des Sektors widmeten (mich eingeschlossen) sorgten die Jungs um GP (und Saint Brothers) für ganz gute Unterhaltung. Ich konnte mich nur aufrappeln um kurz Brice Owona in Erinnerung zu rufen… ;-)



Nach einem weiteren Tag welcher hier nicht weiter beschrieben werden muss ging es für die „Sektion-Izmir“ dann auch wieder nach Hause. Nette Tour und Trainingslager immer gerne wieder!

Donnerstag, 26. Januar 2012

Winter-Tour 2011/12, Teil 2 Marokko

Nun konnte das Abenteuer Marokko beginnen. Frühmorgens die Fähre bestiegen und 2 Stunden später betrat ich wieder mal den afrikanischen Kontinent. Die folgenden knapp 20 Tagen sollten wir (Lukas war ab hier mit dabei) 7 Spiele sehn, davon 5 in der 1. Liga und 2 der 2. Liga. Das Spiel in Tetouan gegen Maghreb Fes wo ich vor Ort war wurde leider ohne Zuschauer angepfiffen. Zuschauersperre wegen Ausschreitungen beim letzten Heimspiel. Trotzdem gabs vor den Toren ein Public-Viewing bei dem auch die Paloma Ultras von Tetouan dabei waren, wie auch weitere rund 400 Zuseher. Die Ultras dann sogar mit Support inkl. kleiner Pyroshow. Zwischen den Wochenenden besuchten wir in der ersten Woche die 4 Königsstädte Rabat, Meknes, Marrakesch und Fes, welche mich aber allesamt etwas enttäuschten. Klar sind die Medina’s durchaus sehenswert und vor allem die in Fes fasziniert alleine schon anhand ihrer Grösse, trotzdem gleichen sich halt die eine der anderen und hat man eine Gasse von einer Medina gesehn so ähnelt sich danach jede weitere. Ausserhalb der Medinas gibt’s in jeder Stadt die sogennante Ville Nouvelle mit neueren Bauten, Restaurants und Einkaufsmeilen, ähnlich dem europäischen Vorbild. Mit den Bewohnern der Städte konnte ich mich ehrlich gesagt nicht anfreunden, zu sehr sehen sie einfach nur das Geld in den Touristen, es vergeht kaum ein Gespräch wo es schlussendlich nur darauf hinausgeht dass die andere Person dir was verkaufen will oder einfach nur Geld für seine Ratschläge verlangt. Ein einfaches „non merci“ als Antwort auf die Verkaufsangebote reichen oft nicht, die Leute laufen einem hinterher versuchen einen in ein Gespräch zu verwickeln und blockt man die mehr oder weniger ab (wie wir es mit der Zeit aufgrund eher negativer Erfahrungen meist getan haben) werden die Leute dann oft leider auch aggressiv. Und dies geht dann einfach auf die Nerven, irgendwann (z.b. nach dem 50. Angebot von Drogen) blockt man dann halt komplett ab. Andere Erfahrungen haben wir grösstenteils auf der anderen Seite des Atlas Gebirge’s gemacht. Die Wüstenregion überzeugt mit schönen authentischen Kleinstädten und wunderschöner Landschaft und die Leute eine ganze Spur angenehmer, hier hatten wir dann auch die beste Zeit der Tour. Bei Merzouga verbrachten wir 2 Tage in der Wüste und die Gegend um Ouarzazate erkundeten wir mit einem Buggy. Der Bus-Transfer von Marrakesch über das Atlas Gebirge in Richtung Wüste war dann auch ein alleiniges Highlight. Am Schluss gabs dann noch ein paar Tage Essaourira, ne kleine Küstenstadt mit ganz nettem Strand und schöner Altstadt, aber auch hier kann man leider keine 20 m gehen ohne das einem irgendwelche Drogen angeboten werden. Nun aber zum Fussball:


Salé-Temara

Beim 2. Liga Derby zwischen Salé und Rabat (beides Städte um Rabat) kam leider keine Derbystimmung auf. Auf Heimseite zwar rund 40 Kids hinter der Ultras Pirates Fahne, jedoch keine Bemühungen um Support.



FAR Rabat-Kenitra

Ein weiteres kleines Derby, der Spielplangott meinte es gut mit uns. Leider wurden die Helala Boys von Kenitra an der Anreise gehindert nach Riots mit den Bullen an einem Bahnhof. So waren nur 50 Mann im Gästeblock. Die Heimseite dafür recht ansprechend. Das riesige Stadion zwar mehr oder weniger leer, die einzigen Zuschauer neben etwa 200 auf den Tribünen waren die rund 2500 Ultras in der Kurve. Diese sorgten aber für lautstarken und durchgehenden Support.



Meknes-Maghreb Fes

Nachtragsspiel unter der Woche. 10 Tage zuvor kam es zur gleichen Partie, allerdings im Pokalfinale in Rabat inkl 25000 Anhängern aus Fes welches das Spiel auch gewinnen konnten. Nun also quasi die Revanche. Meknes erst im Sommer wieder in die 1. Liga aufgestiegen, so kam es also seit längerem wieder zu diesem kleinen Derby (ca. 40 km Entfernung). Das kleine Stadion war dann auch mit 20‘000 Zuschauern rappelvoll, auch rund 2500 Gäste aus Fes waren angereist. Zudem waren vor dem Stadion immer wieder Rennereien zwischen Bullen und Kids zusehen die sich kostenlos ins Stadion begeben wollten. Das gesamte Stadion sang sich vor dem Spiel gut ein und präsentierte zum Intro eine schöne Blätterchoreo. Bei Fes etwas Pyro. Gesanglich war durchgehend was los, auf der Heimseite sang öfters das ganze Stadion, wenn auch nur 2, 3 verschiedene Gesänge während die Gäste etwas kreativeren Support zeigten. Immer wieder wurden von Heimseite Gegenstände aufs Feld geworfen (unter anderem auch ne Heineken-Glasflasche), zuerst wurde der Trainer von Fes getroffen was einen längeren Spielunterbruch zur Folge hatte. Nach Wiederanpfiff waren keine 2 Minuten gespielt da lag schon wieder ein Gästespieler getroffen am Boden und nun wurde die Partie definitiv abgebrochen, beim Stand von 1-0 für die Heimelf eine nicht ganz durchdachte Aktion. Spiel wurde dann auch mit 0-3 für Maghreb Fes gewertet.



Wydad Casablanca-Raja Casablanca

Eines der Höhepunkte unserer Reise stand an, das Casablanca Derby. Viele sprechen ja sogar von einem der grössten und besten Derby der Welt, Grund natürlich genug um es sich mit eigenen Augen anzusehen. Die Stadiontore öffneten bereits um 08.00 Uhr morgens (Spielbeginn 14.30) um den Ansturm der Massen gerecht zu werden. Also machten auch wir uns bereits um 10.00 Uhr auf den Weg. Ne Stunde später im Stadion gewesen und die Kurve von Raja war schon mehr als voll während bei Wydad noch grössere Lücken zu sehn waren. Schon jetzt sangen sich aber beide Kurven in beeindruckender Laustärke warm. Besondern bei den Grün-Weissen war es schon sehr imposant 40‘000 Leute gemeinsam am Hüpfen und 80‘000 Hände in der Luft zu sehn! Ein Offizieller sprach dann davon das rund 100‘000 Zuschauer erwartet werden, auf beiden Seiten rund 50‘000. Auf Raja Seite stimmte das sicher, war die Kurve absolut überfüllt. Bei Wydad würde ich aber von höchstens 30‘000 Zuschauern sprechen, also genau der eigentlichen Kapazität der Hälfte des Stadions. Die 3 Stunden bis zum Anpfiff vergingen dann sehr schnell und man war gespannt auf die beiden Tifo’s. Grün-Weisses Blättermeer zu unserer Rechten und ne Choreo im Stile von Cosa Nostra auf Wydad’s Seite. Anschliessend dann auf beiden Seiten etwas Pyro und Rauch. Begeistert freuten wir uns auf die nächsten 90 Minuten, die jedoch einfach nur enttäuschten, die Gesänge verstummten mit dem Anpfiff. Besonders erschreckend auf Wydad Seite, da war absolut nichts mehr los. Raja immerhin mit paar zaghaften Versuchen zu Supporten. Klar 1, 2 Tore hätten dem Spiel gut getan, aber auch bei nem 0-0 hätte ich doch um einiges mehr erwartet, da war schlichtweg nichts mehr los. Auch kaum Emotionen kamen auf, während sowie auch nach dem Spiel.









Kenitra-Hoceima

Die Helala-Boys, im Vorfeld zu dieser Tour durch geniale Videos aufgefallen, wollten wir sie doch nun auch selber sehn. Und wir wurden nicht enttäuscht. Angefangen beim geilen alten Stadion bis zum genialen Support, ja das hatte was. Trotz miesem Tabellenstand und unattraktivem Gegner war die Kurve mit 3000 Kids gut gefüllt, zu Beginn minutenlange grüne Rauchshow, bereits da war ich begeistert, aber auch akkustisch war das Spitzenklasse. Wunderschöne Gesänge und geniale Hüpfaktionen der gesamten Tribüne. Die Afro-Latino Fahne über der Kurve hängt da also wirklich nicht zu unrecht, hatte doch wirklich einen Touch Argentina! Wer mal in Marokko ist, schaut euch ein Spiel von Kenitra an!



Marrakesch-Stade Marocain

Montagsspiel in der Touri-Metropole Marokko’s. Ein richtig schönes altes Stadion erwartete uns, anfangs noch praktisch leer füllte sich die Kurve immer mehr und zur 60. Minute war die Kurve sicher mit 2000 Kids besetzt welche dann auch dank des 2-0 Sieges für ein ganz nettes Schauspiel sorgten.




Safi-Wydad Casablanca

Nach ner Woche auf der anderen Seite des Atlas gabs zum Abschluss der Tour nochmals Fussball. Safi gegen Wydad, wohl gleich auch das Topspiel des Spieltages. Wydad enttäuschte aber erneut auf der ganzen Linie, zwar mit allen Bannern anwesend, aber was die rund 700 Leute im Gästeblock zeigten ist nicht der Rede wert. Auf Safi Seite zeigten die rund 1500 Supportern hinter der Shark-Family Zaunfahne eine schöne Choreo und anschliessend mal lauten und mal weniger lauten Support. Neben unseren Plätzen noch eine 2. Gruppe, die allerdings nur mit ner kleinen Choreo auffielen.






  

Wintertour 2011/12, Teil 1, Iberische Halbinsel

Wenn der Schlusspfiff der letzten Partie des Jahres ertönt und die Sonne nur noch im Schaufenster des Reisebüros zu sehn ist, ja dann ist es Zeit sich wieder auf in Richtung Süden zu machen. Indien oder Marokko war lange Zeit die Frage, die Entscheidung fiel dann auch dank den guten Ansetzungen (Casablanca Derby, Meknes-Fes, Rabat-Kenitra) auf Marokko. Passend dazu konnte endlich auch der Länderpunkt Portugal geplant werden sowie als Zückerchen noch Gibraltar. So startete ich vorerst noch alleine am 17. Dezember über Bergamo nach Portugal (28 Euro Ryanair). 5 Spiele innert 5 Tagen in 3 verschiedenen Ländern folgten, kaum Zeit für Kultur darum gleich zu den Spielen:

Porto-Maritimo

Gäste von der Insel Madeira erwartungsgemäss keine vor Ort. Die Vegetarierfreunde vom Collettivo brachten kaum 50 Mann zusammen die sich am Support versuchten, hingegen die eigentliche Heimkurve um die Super Dragoes mit gut gefülltem Block und ganz passablem Support. Paar schöne Gesänge.


Coimbra-Sporting

Sicher 5000 Hauptstädter (oder zumindest Anhänger derer Mannschaft) waren vor Ort in der Studentenstadt Nummer 1 Portugals. Mancha Negra auf der Heimseite blieb mehr oder weniger über 90 Minuten stumm, dafür konnten mich die Gäste aus Lissabon besonders mit einem Lied begeistern. Last Christmas wurde passend zur Jahreszeit umgedichtet und hörte sich richtig schön an. Auch sonst paar schöne Gesänge, auch etwas Pyro und ne kleine Repressionschoreo gabs dazu. Repression ist leider auch hier in Portugal ein grosses Thema, so müssen sich die Gruppen hier ähnlich wie in Italien registrieren lassen. Leider wird dies grösstensteils angenommen, das Geschäft muss ja weiterlaufen… Es wundert daher auch nicht dass man Artikel z.b. der Super Dragoes im offiziellen Fanshop von Porto kaufen kann. Auch bei Sporting wird diese Registration grösstenteils angenommen. Von den grösseren Gruppen soviel mir ist haben einzig die No Name Boys von Benfica dies nicht mitgemacht, plus einige kleinere Gruppen wie die Furia Azul von Belenenses.


Olhanense-Braga

Montagsspiel in wunderschönen Olhao (bei Faro). Aus Braga kaum nennenswerte 20 Mann vor Ort, damit quantitativer Gleichstand mit den Heimsupportern, dank dem absolut sehenswerten Spiel trotzdem kurzweilige 90 Minuten.


Sevilla-San Roque

Rüber nach Spanien. Angenehme Temperaturen und ein Hauch von Argentinien verbreitete die Stadt Sevilla. 22.00 Uhr Anspielzeit und ohne Erwartungen nahm ich meine Plätze im fast leeren aber herrlichem Stadion von Sevilla ein. Immerhin die Kurve war mit 2000 Leuten gut besetzt. Und die erwärmten mein Herz, die Jungs um die Biris Norte sprangen 90 Minuten durch den Block, sangen wunderschöne Lieder, nen richtig schönen Mix aus Südamerika, Italien und Eigenkreationen. Trotz nur oder genau wegen den nur 12000 anwesenden Zuschauern und dem klaren Hinspielerfolg (Cup). Daumen Hoch und Sevilla ich komme wieder!


St.Josephs Res.-Chelsea Res. (Reserve-Liga Gibraltar)

Die Stadt Gibraltar kann man sich ja wirklich mal anschauen, trotz massig Touristen wusste insbesondere der Felsen mit den Affen zu überzeugen. Auf dem Rückweg nach Algeciras noch nen kurzen Stopp beim Stadion gemacht und den 58. Länderpunkt gesichert.


Sonntag, 6. November 2011

Ultimi Rimasti, Italien im Herbst 2011

Ultimi Rimasti, die letzten Übriggebliebenen. Italien als Reiseziel hat in den letzten Jahren durch die ganze Repression die die Ultras über sich ergehen lassen müssen seinen Reiz ziemlich verloren, farbenfrohe Kurven sind selten geworden, immer mehr legendäre Gruppierungen lösen sich auf. Auch wenn es wehtut in fast leeren Stadion zu stehen wo noch vor wenigen Jahren ganze Kurven voll waren, geschmückt mit geschichtsträchtigen Zaunfahnen und voll mit heissblütigen Ultras, war es für mich wieder mal Zeit auf dem Stiefel vorbeizuschauen. Weiss auch gar nicht wann ich das letzte mal für ein Spiel in Italien war, muss sicher schon 2 Jahre her sein. 2 Wochen Ferien resp. SG-Spielfreie Zeit und ansonsten kaum nennenswerte oder preisgünstig zu erreichende Spiele, also ging es in alter Stammbesetzung wieder mal nach Italia. Easyjet ab Genf für 80 CHF brachte Thomas F. und mich nach Neapel, leider nicht ohne eine rund 2 stündige Verspätung was bedeutete dass das Abendspiel in Cosenza nicht mehr rechtzeitig zu erreichen war. Dann halt mal wieder etwas durch Napoli latschen und Pizza geniessen, hat ja auch was. Mittwochs dann mit der Regionallbahn nach Nocera wo wir uns erstmals die Tickets für das Derby gegen Juve Stabia besorgten. Unser Nachtquartier schlugen wir aber im 10 km entfernten Salerno auf. Die Strecke Napoli-Salerno hat es wirklich in sich, für mich einfach ne geile Landschaft, links der Vesuv, rechts der Golf von Neapel mit seinen diversen Orten reich an Ultra-Geschichte. Torre del Greco, Torre Annunziata, Scafati, Angri, Pagani, Nocera, Cava de Tirreni, Städte die jeden Interessierten der Italienischen Ultra Kultur das Herz höher schlagen lassen… Die alte Liebe über Italien holte mich beinahe wieder ein auf dieser Fahrt.

Nocerina-Juve Stabia

Ein gutes Spiel heute Abend und ich hätte mich wohl wieder Hals über Kopf in dich verliebt, bella Italia! Doch ganz so wie früher sollte es dann nicht werden. Beide Vereine konnten im letzten Jahr den Aufstieg in die Serie B schaffen, die ganze Stadt Nocera ist auch immer noch gut von der Aufstiegsfeier geschmückt, so sieht man überall noch Fahnen in den Klubfarben und viele grosse B’s symbolisch für die Serie B! Hat schon was. Das Stadion war dann auch dementsprechend gut gefüllt, dürften gut 12000 Zuschauer gewesen sein, davon sicher 1500 aus Castellammare die Stabia. Offiziell durften eigentlich nur die Tesseratis fahren, jedoch hielt das die Ultras aus Stabia nicht davon ab mit einem Autokorso sich den Weg zum Stadion zu bahnen, wobei es anscheinend in der Innenstadt von Nocera auch noch kurz geknallt haben soll, mit Vorteilen für die Gäste. Wir bekamen davon aber nichts mit, waren wir doch schon relativ zeitig im Stadion. Die Non-Tesseratis fanden dann auch irgendwie Einlass ins Stadion und so kam man in den Genuss für ein in der heutigen Zeit leider selten gewordenen Derby mit beiden Fankurven. Die Erwartungen konnten dann aber während dem Spiel nur phasenweise erfüllt werden. Besonders von Nocerina hätte ich dann doch etwas mehr erwartet. War phasenweise (besonders nach den Toren) recht gut, trotzdem enttäuschte vor allem die Lautstärke etwas, auch das Liedgut hob sich nicht wirklich vom typischen Italia-Youtube-Liedgut ab (ohne dies schlecht zu reden). Zu Beginn der Partie strahlte das ganze Stadion im Schein der zu tausenden verteilten Leuchtkerzchen. Die Gäste, beflügelt durch die Führung konnten mich aber sehr überzeugen, war jetzt nicht durchgehend laut und melodiös, doch hatten sie viele längere Phasen die stark an die guten alten Zeiten erinnerten. Wenn man bedenkt das Trommeln und Megaphons zumindest auf Gästeseite verboten waren war das doch ein sehr feiner Auftritt!






Zurück in Salerno hiess es früh morgens Rucksack satteln und rasch rüber quer durch das Land an die Adria-Küste. An der Adria angekommen entschieden wir uns am spielfreien Donnerstag für etwas Kultur und sahen uns die Stadt Matera an. Die Stadt ist berühmt für ihre aussergewöhnliche Altstadt, besonders für ihre charakteristischen Höhlensiedlungen, die Sassi. Ich kann einen Besuch dieser wunderschönen Stadt nur wärmstens empfehlen!




Ostuni-Brindisi (Basketball)

Freitags war wieder mal Basketball angesagt. Brindisi-Derby. Resp Ostuni gegen Brindisi. Ostuni ist rund 30 km von Brindisi entfernt, tragen jedoch ihre Heimspiele in der gleichen Halle wie Brindisi aus. Ostuni ist im letzten Jahr in die Serie B aufgestiegen, Brindisi hingegen von der Serie A abgestiegen, so kams erstmal seit langem wieder zum Duell (mal abgesehn von 2 Duellen in der Coppa in der Vorbereitung zu dieser Saison). Das Stadion war dann auch gut gefüllt, waren wohl so 3500 Zuschauer. Zuschauer etwa 60 zu 40 für Brindisi, dafür war die Ultra-Gruppierung von Ostuni um Quantitativ und Qualitativ besser, waren da doch ständig 200 Mann am singen. Bei Brindisi höchsten 30 Leute, dafür stieg das restliche Publikum hier öfters mit ein in die Gesänge. Schön auch die beiden Choreo’s. Brindisi mit ner einfachen aber im Gesamtbild gut aussehender Blockfahne (Stern mit Spruchband Stella del Sud) garniert mit Fähnchen in Blau-Weiss. Die blau-gelben aus Ostuni mit etwas aufgefeilterer Choreo, mittels kleinen Kartonen wurde die Stadt nachgebildet, klappte dann nicht ganz, sah aber trotzdem ganz ok aus. Stimmungsmässig wars dann schon sehr gut. Vorallem Ostuni überzeugte mit durchgehendem lauten Support und vor allem wunderschönen teils unbekannten Liedern, wohingegen Brindisi eher auf den Standardgesang setzte. Das sehr emotionsvolle Spiel führte dann gar zu kleineren Meinungsverschiedenheiten der beiden Ultra-Gruppierungen in der Pause hinter der Tribüne. Das Spiel hatte also alles was man sich wünschte! Nach einem harten Kampf konnte Brindisi das Spiel knapp für sich entscheiden, zu unserem Leidwesen, hatte Ostuni und ihre Kurve doch unsere Sympathien gewinnen können.






Pescara-Cittadella

Samstag früh dann der Küste entlang rauf nach Pescara wo Schoch bereits auf uns wartete, leider ohne Michi der leider nicht mitkommen konnte (ULTRAS LIBERI!). In Pescara verliess uns dann vorübergehend auch das sommerliche Wetter, so begleitete uns das Wochenende über kaltes und ständig nasses Wetter. Nichtsdestotrotz begaben wir uns frohen Mutes auf die Distinti des Stadios Adriatico in Pescara. Pescara war für mich immer eine der wenigen Kurve die trotz der ganzen Repression Ihr Niveau auf einem guten Level halten konnten. So war ich dann etwas enttäuscht ab der Darbietung der Rangers Pescara, war zwar schon ok, sangen rund 200, 300 Ultras durchgehend, nur fehlte da einfach das gewisse etwas, war etwas gar emotionslos. Spiel riss uns auch nicht wirklich vom Hocker. Nach dem Spiel noch etwas das Nachtleben in Pescara genossen machten wir uns am Folgetag auf den kurzen Weg nach San Benedetto del Tronto.




Sambendettese-Teramo

Der hier ansässige Verein Sambendettese lud zum Derby in der Serie D gegen Teramo, ohne Gästeverbote und den ganzen Tessera Scheiss (gilt ja nur bis Serie C2). Da war man doch gespannt, Samba ja eh ne tolle Kurve (auch heute noch) und Teramo hat bei mir immer noch ein Top-10 Platz der besten Gästeauftritte inne vom Derby bei Giulianova. Kleine aber feine Szene. Und obwohl sich die Devil Korps vor Jahren bereits aufgelöst hatten fahren seit rund einem Jahr die Ultras wieder, einfach unter keinem Gruppennamen sondern solo per la città. 500 warens dann schlussendlich, davon beteiligten sich rund 90% am Tifo. Dementsprechend kompakt und laut war deren Auftritt. Heimseite mit nahezu voller Kurve. Diese vollgepflastert mit kleinen Zauhfahnen (auch NBU Freiburg war vor Ort, einer derer Gründer stammt ja glaubs aus San Benedetto) und zu Beginn auch mit kleinerer Rauchshow. Support dann auch recht gut, teilweise zog die ganze Kurve mit, aber leider nicht allzu oft, oft war halt auch nur ein kleiner Teil am singen. Trotzdem für Serie D ein Topspiel. Zumindest in den Ligen unterhalb der Serie C2 ist halt die (Ultra)welt noch in Ordnung.




Rimini-Alessandria

Thomas F. verabschiedet, den es zur Arbeit zieht, zogen Schoch und ich tags darauf weiter nach Rimini. Die Touri-Stadt schlechthin in Italien war bereits im Herbst fast wie ausgestorben, doch die Clubs und Bars der Stadt waren ja nicht unser Grund der Reise, Rimini-Alessandria war das Topspiel der Serie C und somit Montagsspiel. Gäste aus Alessandria waren keine auszumachen, auf Heimseite konnten sich rund 250 Mann für das Spiel motivieren. Die waren dann auch wirklich top motiviert und schreiten sich die Lunge aus dem Leib. Melodiöse Lieder kombiniert mit kurzen und lauten Schlachtrufen, so hab ichs gerne!

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Carrarese-Fidelis Andria

Dienstag wurde genutzt um wieder die Küste zu wechseln, Pisa hiess unser Domizil für die nächsten Tage und auch das Wetter bescherte uns wieder sommerliche Temperaturen. Mittwochs kurzen Ausflug nach Carrara gemacht um das Spiel Carrarese-Fidelis Andria beizuwohnen. 7 Non-Tesserati aus Andria die sich auf den Weg fast quer durch Italien machten um ne klare Niederlage abzuholen. Respekt. Auf der Heimseite sinnloserweise 3 Supportergruppe, in der Kurve noch mit 70 Mann die grösste und am durchgängigsten supportende, trotzdem war das nix. Zurück in Pisa gings sogleich zum Stadion für die Partie Pisa-Como wo es dann aber leider keine Tickets mehr zu kaufen gab… Ticketschalter schloss 2 Stunden vor Anpfiff, wie dämlich ist denn dass… Trotzdem ein Anfängerfehler von uns, so schau ich mir doch zur Sicherheit eigentlich vor jedem Spiel auf der Homepage das genaue Prozedere des Ticketverkaufs an, muss ich hier aber leider überlesen habe… Bitter vorallem für Schoch da er das erste mal hier war, ich habe Pisa immerhin schon 2 mal mit voller Kurve sehen dürfen. Schon unglaublich wie sinnlos der Ticketverkauf in Italien inzwischen läuft. Bei Pescara bereits und auch in Carrara standen wir mindestens ne Stunde an um uns ein Ticket zu kaufen. Mühevoll müssen die ganzen Daten (Passnummer, Name etc) angegeben werden, kein Wunder dauert dies so lange. Den Sinn dahinter versteht aber wohl so ziemlich niemand. Wehmütig denke ich wieder an die guten alten Zeiten als man selbst fürs Roma oder Genua Derby problemlos ne halbe Stunde vor Anpfiff noch Tickets kaufen konnte (zumindest auf dem Schwarzmarkt).
Schoch musste nun natürlich seinen Frust resp. Lust los werden, da kam die Erotik-Messe in Pisa am Donnerstag Abends gerade richtig. Nach einem relaxten Tag in Viareggio am Strand begutachteten wir uns die News der Branche...

Vicenza-Hellas Verona

Freitag wär eigentlich Varese-Padova geplant gewesen, da der Ticketverkauf für das Derby Vicenza-Hellas Verona aber bereits am Freitag schliessen sollte (wieder so ne dämliche Einschränkung) begaben wir uns halt auch schon am Freitag in die hübsche Kleinstadt Vicenza. Am Spieltag dann sah man schon am Morgen kleinere Grüppchen von Vicenza Ultras durch die Innenstadt schlendern. Bei herrlichen spätsommerlichen Temperaturen genossen wir dann auf der Distinti den Blick auf die sich früh füllenden Kurven. Offiziell waren 1200 Gäste aus Verona zugelassen, schlussendlich waren es dann aber sicher fast 2000. Mit dem faden Beigeschmack dass dies alles Tesseratis waren… Hellas ist ja leider eine der wenigen Szenen die die Tessera angenommen haben. Dafür gab es desöfteren Schmähgesänge aus der proppenvollen Heimkurve. Supportmässig gings dann auch grad mächtig los, Vicenza immer wieder mit lauten Schlachtrufen und was Hellas an diesem Tag bot war für die heutige Zeit wohl vom allerfeinsten. Mit ihrem für Italien einzigartigen Supportstil (eine Mischung englisch und italienischen Liedern) rockten sie das Stadion und hatten absolute Stimmungshoheit, obwohl auch Vicenza nicht wirklich einen schlechten Tag hatten. Dafür konnte die heimische Elf das Geschehen auf dem Platz kontrollieren und sicherte sich den verdienten Derbysieg. Für uns hiess es danach Abschied nehmen von Bella Italia, natürlich nicht ohne die gewohnte Verspätung des Cessoalpino… ähh Cisalpino…






Avanti Ultras!