Caracas FC-Deportivo Tachira 1-0 (22000 Zuschauer, 4500 Gaeste), 23.05.2010
Ums Stadion bereits 3 Stunden vor dem Spiel recht gut was los, allerdings alles ne Spur kleiner als z.B. in Argentina. Stadion dann knapp ausverkauft. 4500 Gaeste konnten auch durch die 15 stuendige Anreise nicht davon abgehalten werden ihr Team in Caracas zu unterstuetzen (wobei ein Teil wohl auch aus Caracas selber kamen). Von den Gaesten kam dann aber ausser einen schoenen Intro mittels Balloenen und diversen Blockfahnen nicht allzu viel. Die paar hundert um die Barra zwar immer am singen, aber bei uns kam nicht allzu viel an. Ganz anders die Heimseite, herrliche Zaunbeflaggung und top-Support und ein Wahnsinns Intro (Rauch, Balloene, Banderas, Knaller und Bengalos fuer Arme (Spraydosen mit Feuer)). Support echt auch sehr fein, teilweise ging das ganze Stadion zu den bekannten Suedamerika-Liedern wirklich gut ab. Wie meist gabs aber auch hier wieder ruhige Phasen, trotzdem war ich positiv ueberrascht vom Spiel, da Venezuela ja wohl nicht gerade zum Fussball-Land Nr. 1 in Suedamerika zaehlt.
Nach dem Spiel gings fuer Lueku und mich noch mit einheimischer Begleitung noch ins Wohlstands- und Ausgangsviertel Las Mercedes.
Am Montag hiess es dann vorerst Abschied nehmen von diesem Moloch, 2 Tage am Meer in Chorony waren angesagt, nach rund 4 stuendigerer teils abenteuerlicher Anfahrt mitten durch einen Nationalpark erreichten wir das kleine verschlafenen Hafenstaedtchen Chorony, rasch in ner Posada fuer 4 Dollar pro Person eingecheckt gings dann sofort ans Meer wo wir die verbleibenden Stunden bis zur Dunkelheit verbrachten. Der rund 500 m lange Strand in einer Bucht gelegen ein Traum. Feiner Sandstrand, klares Wasser, herrliche Temperaturen, dazu den Strand fast fuer uns alleine. Abends war dann im Doerfchen fast nichts los, da gerade Nebensaison in Chorony ist. Ein paar Bierchen und einen hervorragenden Hot-Dog (fuer mich als eidgenoessisch diplomierten Hot-Dog Tester durften diese Koestlichkeit natuerlich nicht fehlen) wurdens dann aber doch. Nach einer weniger erholsamen Nacht (tropische Nacht bei Temperaturen ueber 25 Grad und keine Klimaanlage im Zimmer) liessen wir am naechsten morgen von einem einheimischen mit seinem Boot an einen abgelegen unberuehrten Strand fahren, ausser ein paar Hunden und Kuehen war da gar niemand. Fabio und Mark nutzten die Gelegenheit und probten den Ernstfall und besorgten uns eine kleine Mahlzeit bestehen aus Kokosnuessen und kleinen Fischen (die wir alledings nicht probierten), da es auch einen kleinen Fluss mit Suesswasser hatte haetten wir also durchaus ueberlegen koennen. Nach paar Stunden in der Einsamkeit kam aber gluecklicherweise wie vereinbart unser Kapitaen und fuhr uns mit dem Schiff wieder ins Doerfchen, kurz in der Posada geduscht hiess es dann auch schon wieder Abschied nehmen von Chorony, mir hats hier gefallen, eines Tages komm ich zurueck und eroeffne hier mir eine kleine Hot-Dog Bude... hehe.
Weiter gings nach Merida, rund 16 Stunden waren wir dafuer im Bus, die Busse hier kommen nicht ganz an den argentinischen Standard ran, trotzdem konnte ich gut schlafen, leider regnete es ziemlich heftig waehrend der Nacht, so wurde der ganze Gepaeckraum ziemlich ueberflutet, unser Gepaeck war dann bei der Ankunft auch gut durchnaesst...
In Merida in der Posada Suiza fuer 3 Naechte (7 Dollar pro Person/Nacht) eingecheckt. Merida an sich ein nettes Staedtchen (300000 Einwohner), alles ein Stueck sauberer und vorallem angenehmer (da Temperaturen um die 25 Grad am Tag und schoen kuehle Nacht, Merida liegt auf 1800 m) als im tropischen Caracas. Hier werden wir die naechsten Tage uns etwas erholen und sofern es das Wetter zulaesst ein paar Ausfluege und Aktivitaeten in Angriff nehmen bevor es dann Samstags weiter nach San Cristobal zum Rueckspiel der Venezolanischen Meisterschaft geht.
Hasta luego amigos!