Samstag, 4. April 2009

24. Maerz - 2. April, Bolivien

Weiter gings nach Bolivien. Ueber Resistencia gings zuerst nach Salta, wo ich eigentlich paar Tage bleiben wollte, wegen schlechtem Wetter liess ich es aber bleiben und verliess die Stadt nach einer rauschenden Nacht bei ner Hostelparty bereits wieder. Auf der Fahrt an die bolivianische / argentische Grenze lernte ich einen Kanadier kennen der genau die gleiche Route vor sich hatte, somit taten wir uns bis nach Cusco zusammen. An der Grenze uebernachtet gings am naechsten Tag mit dem Zug von Villazon nach Uyuni. Die Fahrt durch wunderschoene Landschaften war ganz angenehm und wurde gut mit Touristen aus der ganzen Welt verlabert. In Uyuni spaet nachts eingetroffen buchten wir fuer den naechsten Tag ne 2 taegigen Trip zum Salar de Uyuni, einem der groessten Salzseen der Welt. Unsere Truppe top, 2 Schweizerinnen in meinem Alter, der Kanadier, ein Argentinisches Paerchen (River Hinchas) und eine Bolivianerin, plus unser kult-Fahrer Jorge... hehe. Am Tag diverse Orte im wunderschoenen Salar besucht (Erlebnis toppt sogar noch Iguazu) naechtigten wir am Abend in einer gemuetlichen Unterkunft am Fusse eines Vulkanes. Mit der ganzen Truppe wurde gut gebechert, als alle irgendwann nicht mehr klar denken konnten, fuhr uns der sturzbetrunkene Jorge noch auf den Salzsee... Herrlich die Aussicht in der Nacht da... Noch nie soviele Sternen am Himmel gesehn, ein Traum... Irgendwann gings dann wieder zurueck zum Hostel wo dann irgendwann jeder in einem Bettchen Unterschlupf fand, halt nur nicht in seinem... hehe. Nach 2 Stunden Schlaf wurden wir geweckt, nur fehlte unser Fahrer Jorge, der schlief am Steuer seines Autos seinen Rausch aus... Irgendwann wachte auch er auf, vom gestrigen Abend wusste er natuerlich nichts mehr und das er spaet nachts noch die Einfahrt des Hostels gerammt hatte auch nicht... hehe, kult dieser Jorge. So, nun folgte der Aufstieg auf den 4600 m hohen Vulkan, waere wunderschoen gewesen, doch fuer mich war es mehr ne Qual... sollte auf dieser Hoehe wohl doch nicht soviel trinken... Irgendwie schaffte ich es dann aber doch rauf und auch wieder runter. Danach gings dann zurueck nach Uyuni wo wir den Bus La Paz bestiegen. Die folgenden 14 Stunden war vom uebelstem was ich je erlebt hatte... Ein riesen-Assi Bus, und die groesste Schotterstrecke waren der Grund dafuer. Bolivien halt... :-) Schwer angeschlagen erreichten wir dann irgendwann La Paz wo es erstmals ins Hotel ging um Schlaf nachzuholen... Die 3 Tage in der schoenen aber chaotischen Stadt gingen rasch vorueber. Am Tag jeweils etwas in der Stadt rumgelaufen, abends in den Bar's das eint oder andere Bier getrunken und falls noch Bedarf war ins Route 36... (wer schon mal da war kennts vielleicht ;-)). Der eigentlich Grund fuer den Aufenthalt in La Paz war aber das Laenderspiel zwischen Bolivien und Argentinien:

Bolivien-Argentinien 6-1 (35000, 800)
Tickets hatte ich schon am Vortag besorgt, so gings beruhigt zu Fuss zum inmitten im Wohnquartier gelegenen Nationalstadions Peru's. Das Stadion war nciht ganz gefuellt, so 35000 duerftens gewesen sein, darunter ca. 800 Gauchos, welche aber waehrend dem ganzen Spiel supporttechnisch nicht auffielen. Auf Heimseite ebenfalls nur gelegentlich Support, trotz des sensationellen 6-1 Sieg's ihrer Elf... Sind halt nicht die Fussballfanatiker schlechthin die Bolivianer... Widmen sich lieber der Cocapflanze... Diego an der Seitenlinie wirkte uebrigens mehr oder weniger hilflos... Mir kam es vor als die Spieler ihn gar nicht richtig ernst nahmen, so gab ihm bei den Auswechslungen auch niemand die Hand etc... Nach dem gloriosen Sieg der Bolivianer waren in der Stadt dann die einzigen die wirklich ausgelassen feierten die unzaehligen Touristen in ihren Hampelmaenner-Outfit's, man konnte bei den unzaehligen Touristen-Agenturen naemlich Tickets inkl dazugehoerigem Outfit buchen, naja...



Nach 3 Tagen in der herrlichen Stadt La Paz hiess es schon wieder Abscheid nehmen, naechstes Ziel war Copabana (das Original) am Titicaca-See, einem der hoechsten Seen der Welt (3800 m). Hier hatten wir einen wunderschoen entspannten Tag, sahen uns am Nachmittag noch die Isla del Sol an und genossen einfach das entspannte Leben in diesem kleinen Doerfchen. Gerne waere ich noch laenger geblieben, doch Peru ruft und so hiess es nach nur einer Nacht in Copacabana wieder Rucksack schultern und auf nach Peru.

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